Präzisions-Mischzylinder aus Borosilikatglas 3.3 und transparentem Polypropylen (PP) mit genormtem Schliff und passgenauem Stopfen. Im Gegensatz zu klassischen Messzylindern ermöglichen Mischzylinder durch ihren dichten Verschluss das exakte Abmessen, Ansetzen, Verdünnen und homogene Umschütteln von Probenlösungen ohne Flüssigkeits- oder Dampfverlust. Unser Sortiment umfasst normgerechte Mischzylinder der Genauigkeitsklassen A und B gemäß DIN EN ISO 4788.

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Mischzylinder: Unterschied zum Messzylinder und Genauigkeitsklassen

Mischzylinder unterscheiden sich von normalen Messzylindern durch den geschliffenen oberen Rand (Normschliff NS), in den ein Schliffstopfen eingesetzt wird. Dadurch lassen sich gelöste Substanzen direkt im Zylinder durch mehrfaches Überkopf-Schwenken gründlich durchmischen. Die Einteilung erfolgt in zwei standardisierte Toleranzklassen:

  • Klasse A / AS (Höchste Präzision): Bietet die engsten Toleranzgrenzen und ist ideal für analytische Arbeiten, Qualitätskontrollen und Titrationen. Mischzylinder der Klasse A sind mit einer blauen Hochkontrast-Graduierung versehen und häufig mit Chargen- oder Einzelzertifikat erhältlich.

  • Klasse B (Standardprozesse): Weist etwa die doppelte Toleranzgrenze von Klasse A auf. Eignet sich hervorragend für alltägliche Arbeitsabläufe im Labor, bei denen eine gute Genauigkeit für das Ansetzen von Gebrauchslösungen ausreicht.

Schliffverbindungen und Stopfenmaterialien

  • PE-Schliffstopfen (Polyethylen): Ergonomisch geformte Standardstopfen für wässrige Lösungen und allgemeine Laborarbeiten. Sie bieten eine gute Dichtigkeit und sind bruchsicher.

  • PTFE- & Glasschliffstopfen: Unverzichtbar beim Umgang mit organischen Lösemitteln, aggressiven Säuren oder leicht flüchtigen Substanzen, die Kunststoffe angreifen oder aufquellen lassen würden.

Materialeigenschaften und Handhabung

Mischzylinder aus Borosilikatglas 3.3 sind chemisch hochresistent, thermisch beständig und absolut formstabil. Der Sechskantfuß sorgt für eine hohe Standsicherheit und verhindert das Wegrollen auf dem Labortisch. Zur Vermeidung von Abrieb und Beschädigungen der Graduierung sollten Mischzylinder nicht über die zulässigen Temperaturgrenzen hinaus erhitzt werden.

FAQ: Fragen & Antworten zu Mischzylindern

1. Was ist der Hauptunterschied zwischen einem Messzylinder und einem Mischzylinder?

Ein Mischzylinder besitzt am oberen Ende einen genormten Schliff (NS) mit passendem Stopfen. Dadurch kann das Gefäß flüssigkeits- und dampfdicht verschlossen werden, um Lösungen durch Umschütteln direkt im Zylinder zu mischen.

2. Was unterscheidet die Genauigkeitsklassen A und B bei Mischzylindern?

Klasse A besitzt halbierten Toleranzgrenzen gegenüber Klasse B und wird für hochpräzise Analysen eingesetzt. Klasse B reicht für allgemeine Routinearbeiten und Synthesen im Labor aus.

3. Welches Stopfenmaterial sollte für organische Lösemittel gewählt werden?

Für organische Lösemittel wie Aceton, Toluol oder Dichlormethan sollten Stopfen aus PTFE oder Borosilikatglas gewählt werden, da PE-Stopfen durch Lösemitteldämpfe aufquellen oder beschädigt werden können.

4. Können Mischzylinder im Autoklaven sterilisiert werden?

Mischzylinder aus Borosilikatglas 3.3 und PP können bei 121 °C autoklaviert werden. Der Stopfen sollte dabei herausgenommen oder nur lose aufgesetzt werden, um Druckunterschiede zu vermeiden.

5. Welches Zubehör für Mischzylinder finden Sie in unserem Shop?

In unserem Shop finden Sie passendes Zubehör wie Ersatz-Schliffstopfen aus PE, PTFE und Glas, Labortrichter zum kleckserfreien Befüllen, Zylinderbürsten zur Reinigung sowie Spritzflaschen.