Magnetrührer mit und ohne Heizfunktion für das berührungslose, homogene Durchmischen und exakte Temperieren flüssiger Medien in Labor, Forschung und Industrie. Unser Sortiment umfasst robuste Einstellen- und Mehrstellen-Magnetrührer mit präziser digitaler Drehzahlregelung, chemikalienbeständigen Stellflächen aus Keramik oder Aluminium sowie integrierten Sicherheitskreisen nach DIN EN 61010-2-010.

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Bauformen und Funktionsweisen von Magnetrührern

Die Auswahl des passenden Magnetrührers richtet sich nach dem Probenvolumen, der Viskosität des Mediums und den spezifischen Anforderungen an die Temperierung:

  • Magnetrührer ohne Heizung: Die ideale Wahl für temperaturunempfindliche Lösungen, Titrationen, biologische Proben und den energieeffizienten Langzeitbetrieb. Sie verhindern ein unerwünschtes Erwärmen der Probe durch den Motorantrieb.

  • Magnetrührer mit Heizung: Kombinieren kraftvolle Rührantriebe mit leistungsstarken Heizplatten. Sie ermöglichen zeitgleiches Durchmischen und exaktes Aufheizen von Probenmedien bis zu 340 °C oder 500 °C.

  • Mehrstellen-Magnetrührer: Bieten mehrere synchronisierte oder einzeln ansteuerbare Rührstellen auf einer gemeinsamen Stellfläche. Sie optimieren den Durchsatz bei parallelen Versuchsreihen und Reihenuntersuchungen unter identischen Bedingungen.

Stellflächenmaterialien und Schutzarten

  • Keramik-Stellflächen: Bieten die höchste Beständigkeit gegenüber aggressiven Säuren, Laugen und Lösemitteln. Sie sind extrem kratzfest und ermöglichen sehr schnelle Aufheizzeiten.

  • Aluminiumlegierungen: Gewährleisten eine besonders gleichmäßige Wärmeverteilung über die gesamte Plattenfläche, was lokale Hitzespitzen (Hotspots) in der Probe verhindert.

  • Gehäuseschutzklassen (IP-Schutzart): Abgedichtete Gehäuse mit Schutzarten von IP21 bis IP66 schützen die interne Elektronik und die Antriebsmotoren zuverlässig vor Spritzwasser, korrosiven Dämpfen und auslaufenden Flüssigkeiten.

Sicherheitsfunktionen und präzise Probenregelung

Integrierte Sicherheitsschaltkreise schalten das Heizsystem bei Überschreiten einstellbarer Grenztemperaturen automatisch ab. Der Anschluss externer Temperaturfühler (z. B. Pt1000) ermöglicht die direkte Messung und Regelung innerhalb des Probenmediums ohne Überschwingen. Eine deutliche Restwärmeanzeige warnt das Laborpersonal vor heißen Stellflächen, selbst wenn das Gerät bereits ausgeschaltet ist.

FAQ: Fragen & Antworten zu Magnetrührern

1. Was ist der Unterschied zwischen Magnetrührern mit Keramik- und Aluminiumplatte?

Keramikplatten bieten eine herausragende Chemikalien- und Kratzfestigkeit sowie sehr schnelle Aufheizzeiten. Aluminiumplatten verteilen die Wärme gleichmäßiger über die gesamte Stellfläche und eignen sich ideal für präzises Temperieren.

2. Wie funktioniert die Probenregelung mit einem externen Temperaturfühler (Pt1000)?

Der Fühler wird direkt in die Probe eingetaucht und mit dem Magnetrührer verbunden. Das Gerät regelt die Heizleistung nicht mehr nach der Plattentemperatur, sondern exakt nach der tatsächlichen Temperatur des Probenmediums.

3. Wann werden Mehrstellen-Magnetrührer eingesetzt?

Mehrstellen-Magnetrührer kommen bei Reihenuntersuchungen und Parallelversuchen zum Einsatz. Sie erlauben das simultane Rühren mehrerer Probengefäße bei absolut identischen Parametern.

4. Welche Bedeutung hat die IP-Schutzart bei einem Magnetrührer?

Die IP-Schutzart (z. B. IP42 oder IP66) gibt an, wie gut das Gerät gegen das Eindringen von Festkörpern, Staub und Spritzwasser geschützt ist. Höhere Schutzarten verlängern die Lebensdauer im rauen Laboralltag deutlich.

5. Welches Zubehör für Magnetrührer finden Sie in unserem Shop?

In unserem Shop finden Sie passendes Zubehör wie PTFE-ummantelte Magnetrührstäbe in verschiedenen Formaten, Magnetrührstab-Entferner, externe PT1000-Temperaturfühler, Stativstangen und Reaktionsblock-Aufsätze.