Aufrechte und inverse Fluoreszenzmikroskope für die zellbiologische Forschung, medizinische Diagnostik, Genetik und Pharmakologie. Unser Sortiment umfasst normgerechte Mikroskope mit hochintensiven LED- oder Quecksilber-Lichtquellen, präzisen Filterwechslern und hochaperturigen Plan-Apochromat-Objektiven zur kontrastreichen Visualisierung spezifischer Fluorophore.

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Funktionsprinzip der Fluoreszenzmikroskopie

Die Fluoreszenzmikroskopie nutzt das Phänomen der Lumineszenz zur spezifischen Darstellung subzellulärer Strukturen, Proteine und Zellbestandteile. Fluorophore (Fluoreszenzfarbstoffe wie DAPI, FITC, GFP oder TRITC) absorbieren kurzwelliges Anregungslicht und emittieren Licht einer längeren Wellenlänge. Dies ermöglicht die präzise Lokalisation molekularer Zielstrukturen bei minimalem Hintergrundrauschen.

Optisches System und Filterwürfel (Filter Cubes)

Das Herzstück eines Fluoreszenzmikroskops ist der Filterblock, der drei optische Komponenten in einem Strahlengang kombiniert:

  • Anregungsfilter (Excitation Filter): Lässt ausschließlich die für den spezifischen Farbstoff benötigte Anregungswellenlänge passieren.

  • Dichroitischer Strahlenteiler (Dichroic Mirror): Reflektiert kurzwelliges Anregungslicht in Richtung des Objektivs zur Probe und lässt das langwellige Emissionslicht der Probe ungehindert in Richtung Okular oder Kamera durch.

  • Emissionsfilter (Barrier Filter): Blockiert verbleibendes Anregungs- und Streulicht und lässt nur die spezifische Fluoreszenzstrahlung zum Bildsensor gelangen.

Beleuchtungsquellen: LED vs. Quecksilberdampflampen

  • LED-Fluoreszenzbeleuchtung: Sofort betriebsbereit ohne Aufwärmphase, extrem lange Lebensdauer (oft > 20.000 Stunden), modulare Wellenlängenansteuerung und vernachlässigbare Wärmeentwicklung zum Schutz empfindlicher biologischer Proben.

  • Quecksilber- / Xenon-Kurzbogenlampen: Bieten ein breites kontinuierliches Spektrum zur flexiblen Anregung unterschiedlichster Farbstoffe über das gesamte sichtbare und UV-Spektrum.

FAQ: Fragen & Antworten zu Fluoreszenzmikroskopen

1. Was ist das Grundprinzip der Fluoreszenzmikroskopie?

Eine fluorstoffmarkierte Probe wird mit Licht einer spezifischen, kurzwelligen Wellenlänge angeregt. Die Fluorophore emittieren daraufhin Licht einer längeren Wellenlänge. Durch optische Filter wird das Anregungslicht vollständig ausgeblendet, sodass nur das leuchtende Fluoreszenzsignal der Zielstruktur sichtbar wird.

2. Welche Vorteile bietet eine LED-Fluoreszenzbeleuchtung?

LED-Systeme sind sofort einsatzbereit ohne Aufwärm- und Abkühlphasen, besitzen eine extrem lange Lebensdauer und emittieren kaum Wärme. Dadurch werden empfindliche Proben geschont und laufende Wartungs- sowie Lampenwechselkosten deutlich reduziert.

3. Welche Objektive werden für die Fluoreszenzmikroskopie benötigt?

Empfohlen werden Plan-Apochromat- oder Spezial-Fluoreszenzobjektive (z. B. Fluorite/Fluotar) mit hoher numerischer Apertur (N.A.) und hoher Lichtdurchlässigkeit im UV- und Nah-UV-Bereich. Sie garantieren maximale Lichtausbeute und farbreine Abbildungen.

4. Wie ist ein Fluoreszenz-Filterwürfel aufgebaut?

Ein Filterwürfel besteht aus drei genau aufeinander abgestimmten Komponenten: einem Anregungsfilter, einem dichroitischen Strahlenteiler-Spiegel und einem Emissions- bzw. Sperrfilter. Sie sind für spezifische Farbstoff-Kombinationen (z. B. DAPI/FITC/TRITC) optimiert.

5. Welches Zubehör für die Fluoreszenzmikroskopie finden Sie in unserem Shop?

In unserem Shop finden Sie hochempfindliche Mikroskopkameras mit hoher Quanteneffizienz, fluorescence-freie Immersionsöle, spezielle Eindeckmedien gegen Anti-Fading (Ausbleichen) sowie Schutzbrillen und Abdeckungen.