Inversmikroskope
Inversmikroskope (Umkehrmikroskope) sind unverzichtbare optische Instrumente für die Beobachtung von Zell- und Gewebekulturen in großen Laborgefäßen sowie für die metallografische Werkstoffprüfung. Bei diesen Systemen befinden sich die Objektive unterhalb des Objekttisches, was die Betrachtung durch den Gefäßboden hindurch ermöglicht und enorme Arbeitsabstände bietet. Unser Sortiment umfasst normgerechte biologische und metallurgische Inversmikroskope mit speziellen Kontrastverfahren wie Phasenkontrast und Fluoreszenz für höchste Ansprüche in Forschung, Medizin und Industrie.
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inversmikroskope: Prinzip und Vorteile der inversen Bauweise
Im Gegensatz zum klassischen Durchlichtmikroskop ist der optische Strahlengang beim Inversmikroskop auf den Kopf gestellt: Beleuchtungsquelle und Kondensor befinden sich oben, die Objektive betrachten die Probe von unten. Dies bietet entscheidende Vorteile: Es ermöglicht die direkte Untersuchung lebender Zellen in voluminösen Zellkulturflaschen, Erlenmeyerkolben, Petrischalen oder Multiwell-Platten, ohne dass die Proben umgefüllt oder abgedeckt werden müssen.
Anwendungsbereiche in Labor und Industrie
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Biowissenschaften & Medizin: Lebendzellbeobachtung, Zellkultivierung, In-vitro-Fertilisation (IVF) sowie Mikromanipulations- und Patch-Clamp-Techniken. Hier kommen standardmäßig Phasenkontrast-Optiken zum Einsatz, um transparente, ungefärbte Zellen kontrastreich darzustellen.
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Materialwissenschaft (Metallografie): Inverse Auflichtmikroskope werden zur Untersuchung von schweren, voluminösen oder unregelmäßig geformten Metall-, Keramik- und Kunststoffproben genutzt. Die Probe muss lediglich an der zu untersuchenden Fläche plangeschliffen und plan aufgelegt werden, was die aufwändige Probenvorbereitung massiv vereinfacht.
Optische und mechanische Spezialausstattung
Um unterschiedliche Gefäßböden optisch auszugleichen, verfügen Inverse Mikroskope über spezielle Objektive mit extralangem Arbeitsabstand (LWD - Long Working Distance). Die mechanischen Kreuztische bieten große Verfahrwege und nutzen austauschbare Einlegeplatten oder Halterahmen. Dadurch lassen sich verschiedenste Laborgefäße wie Terasaki-Platten oder 96-Well-Platten sicher fixieren und systematisch rastern.
FAQ: Fragen & Antworten zu Inversmikroskopen
1. Was ist der Hauptunterschied zwischen einem aufrechten und einem inversen Mikroskop?
Beim aufrechten Mikroskop betrachtet das Objektiv die Probe von oben, während das Licht von unten kommt. Beim inversen (umgekehrten) Mikroskop liegen die Objektive unterhalb des Objekttisches und blicken von unten durch den Boden des Probengefäßes, während die Beleuchtung von oben auf die Probe fällt.
2. Warum sind Inversmikroskope für die Zellkultur notwendig?
Lebende Zellen setzen sich in flüssigen Nährmedien am Boden von Kulturgefäßen (z. B. Petrischalen oder Kulturflaschen) ab. Nur mit einem Inversmikroskop können diese adhärierenden Zellen durch den transparenten Kunststoff- oder Glasboden hindurch bei hohem Kontrast scharf beobachtet werden.
3. Wofür steht die Abkürzung LWD bei Invers-Objektiven?
LWD steht für "Long Working Distance" (Langer Arbeitsabstand). Diese speziellen Objektive und Kondensoren sind darauf ausgelegt, Proben trotz dicker Gefäßböden und Deckel mit hoher Schärfe und ohne optische Aberrationen abzubilden.
4. Was ist der Phasenkontrast und warum wird er bei Inversmikroskopen eingesetzt?
Der Phasenkontrast wandelt unsichtbare Phasenverschiebungen des Lichts, die durch transparente Zellstrukturen entstehen, in sichtbare Helligkeitsunterschiede um. Da lebende Zellen meist völlig transparent und ungefärbt sind, ist dies das wichtigste Standardverfahren für die Zellbeobachtung.
5. Welches Zubehör für Inversmikroskope finden Sie in unserem Shop?
In unserem Shop finden Sie ergänzende Halterahmen für Petrischalen und Mikrotiterplatten, Phasenkontrast-Schieber, LWD-Objektive, Beheizungstische zur Temperaturkontrolle sowie Mikroskopkameras für die digitale Labordokumentation.