Phasenkontrastmikroskope
Monokulare, binokulare und trinokulare Phasenkontrastmikroskope zur kontrastreichen Abbildung unpräparierter, transparenter und lebender Proben ohne chemische Einfärbung. Unser Sortiment umfasst aufrechte und inverse Systeme mit phasenkorrigierten Objektiven (PH), Phasenring-Kondensoren und präziser LED-Beleuchtung für die biologische Forschung, Zellkulturtechnik und medizinische Labordiagnostik.
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Funktionsprinzip der Phasenkontrastmikroskopie
Das Phasenkontrastverfahren nach Frits Zernike wandelt unsichtbare Phasenverschiebungen des Lichts, die beim Durchdringen feiner Zellstrukturen entstehen, in sichtbare Intensitätsunterschiede (Helligkeitskontraste) um. Dies ermöglicht die detaillierte Beobachtung lebender Mikroorganismen, Zellkulturen und Zellorganellen in nativem Zustand, ohne diese durch Fixierung oder Färbung abzutöten:
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Zytologie & Mikrobiologie: Visualisierung von Zellkernen, Mitochondrien, Bakterien, Pilzen und Plankton in wässrigen Suspensionen.
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Medizinische Analytik: Differenzierte Untersuchung von Urinsedimenten, Speichel- und Blutpräparaten oder Spermiogrammen.
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Zellkulturtechnik: Zerstörungsfreie Verfolgung des Zellwachstums adhärenter Zellen in Zellkulturgefäßen (vorrangig in Kombination mit inversen Stativen).
Optische Komponenten: PH-Objektive und Ringblenden
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Phasenobjektive (PH): Verfügen über einen integrierten Phasenring im hinteren Brennebenenbereich. Sie sind je nach Vergrößerung und Ringdurchmesser mit Kennzeichnungen wie PH1, PH2 oder PH3 versehen.
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Kondensor mit Ringblenden: Der Kondensor benötigt zur Anregung eine exakt auf den Durchmesser des jeweiligen Objektiv-Phasenrings abgestimmte Ringblende. Schieber- oder Revolverkondensoren ermöglichen den schnellen Wechsel zwischen klassischen Hellfeld- und Phasenkontrast-Anwendungen.
FAQ: Fragen & Antworten zu Phasenkontrastmikroskopen
1. Was ist der Hauptvorteil der Phasenkontrastmikroskopie gegenüber dem Hellfeld?
Phasenkontrast ermöglicht die kontrastreiche Darstellung völlig transparenter, unpräparierter und lebender Zellen. Eine vorherige Abtötung oder chemische Färbung der Probe ist nicht erforderlich, wodurch dynamische zelluläre Prozesse live beobachtet werden können.
2. Welche speziellen Komponenten werden für den Phasenkontrast benötigt?
Für den Phasenkontrast werden spezielle Phasenobjektive (Kennzeichnung "PH"), ein Kondensor mit dazu passenden Ringblenden sowie ein Einstellteleskop (Zentrierokular) zur optischen Ausrichtung der Blendenringe benötigt.
3. Wie wird der Phasenkontrast-Strahlengang korrekt zentriert?
Mithilfe eines Zentrierokulars anstelle eines normalen Okulars werden der dunkle Phasenring des Objektivs und der helle Lichtring der Kondensorblende betrachtet. Über die Zentrierschrauben am Kondensor werden beide Ringe exakt deckungsgleich übereinandergeschoben.
4. Können Phasenkontrast-Objektive auch im normalen Hellfeld genutzt werden?
Ja, Phasenkontrast-Objektive lassen sich bei ausgeschalteter oder weggeklappter Ringblende auch im normalen Hellfeld verwenden. Der interne Phasenring führt dabei lediglich zu einer vernachlässigbaren Verringerung der Bildhelligkeit.
5. Welches Zubehör für Phasenkontrastmikroskope finden Sie in unserem Shop?
In unserem Shop finden Sie passende Zentrierokulare, Phasenring-Schieber, Revolverkondensoren, PH-Wechselobjektive, Objektträger sowie C-Mount-Mikroskopkameras zur Dokumentation.