Tiegel
Hochfeuerfeste Tiegel aus hartverglastem Labor-Porzellan, Quarzglas, Edelstahl, Nickel und Platin für das Veraschen, Glühen, Schmelzen und die gravimetrische Bestimmung von Rückständen im Labor. In unserem Shop finden Sie normgerechte Glühtiegel in hoher, mittelhoher und niedriger Form nach DIN 12904 sowie Spezial-Filtertiegel für anspruchsvolle thermische Aufschlussverfahren im Muffelofen oder über dem Gasbrenner.
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Tiegel: Materialvielfalt für extreme Temperaturbereiche
Glühtiegel müssen extremen thermischen Belastungen sowie chemischen Reaktionen bei hohen Temperaturen standhalten. Die Wahl des passenden Werkstoffs richtet sich nach der Maximaltemperatur und der Reaktivität des Probenmediums:
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Labor-Porzellan: Der bewährte Standard für die Veraschung und gravimetrische Gehaltsbestimmung. Glasierte Porzellantiegel sind temperaturbeständig bis ca. 1.000 °C (unglasiert bis über 1.150 °C) und weisen eine sehr hohe Beständigkeit gegenüber sauren Medien auf.
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Quarzglas & Quarzgut: Zeichnen sich durch eine extrem hohe Temperaturwechselbeständigkeit aus. Quarzgefäße eignen sich hervorragend für die Metallspurenanalytik, da sie frei von störenden Ionenabgaben sind.
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Metalltiegel (Edelstahl, Nickel, Platin): Nickel- und Edelstahl-Tiegel kommen bevorzugt bei alkalischen Schmelzaufschlüssen (z. B. mit Natriumhydroxid oder Peroxiden) zum Einsatz, die Porzellan oder Glas angreifen würden. Platintiegel bieten die höchste Chemikalien-Inertheit und Temperaturbeständigkeit bis über 1.400 °C.
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Filtertiegel (Gooch-Tiegel): Mit integriertem porösem Frittenboden aus Glas oder Porzellan zur direkten quantitative Filtration und anschließenden Veraschung ohne Filterpapier.
Bauformen und funktionale Handhabung
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Formen nach DIN 12904: Hohe Tiegel bieten Schutz bei spritzenden Reaktionen oder starker Gasentwicklung. Niedrige Formate besitzen eine große Oberfläche und begünstigen das gleichmäßige Durchglühen und Verdampfen flacher Proben.
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Passgenaue Tiegeldeckel: Verhindern das Entweichen von Partikeln durch Thermik während des Glühvorgangs und schützen die getrocknete Probe beim Abkühlen im Exsikkator vor der Aufnahme von Luftfeuchtigkeit.
FAQ: Fragen & Antworten zu Labor-Tiegeln
1. Wofür werden Tiegel im Labor primär eingesetzt?
Tiegel dienen zum Erhitzen, Veraschen, Schmelzen und Trocknen fester Substanzen bei sehr hohen Temperaturen, beispielsweise im Muffelofen zur Glühverlust- und Aschegehaltsbestimmung.
2. Bis zu welcher Temperatur können Porzellantiegel belastet werden?
Glasierte Porzellantiegel sind dauerhaft bis etwa 1.000 °C belastbar. Unglasierte Ausführungen halten kurzzeitig Temperaturen von bis zu 1.150 °C stand.
3. Wann nutzt man eine hohe Form und wann eine niedrige Form bei Glühtiegeln?
Hohe Tiegel werden gewählt, wenn die Gefahr von Spritzern oder Aufschäumen besteht. Niedrige Tiegel eignen sich besser für flächige Proben, die schnell und gleichmäßig verascht werden sollen.
4. Warum wird ein Tiegel nach dem Glühen im Exsikkator abgekühlt?
Der Exsikkator verhindert, dass die getrocknete oder veraschte Probe während des Abkühlens Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt, was die gravimetrischen Wägeresultate verfälschen würde.
5. Welches Zubehör für Tiegel finden Sie in unserem Shop?
In unserem Shop finden Sie passendes Zubehör wie Tiegelzangen aus Edelstahl, Ton-Dreiecke, Exsikkatoren mit Trocknungsmittel, Muffelöfen sowie Tiegeldeckel.