Wiegetechnik
Analysenwaagen, Präzisionswaagen, Mikrowaagen und Feuchtebestimmer für exakte Dosier- und Wägeprozesse in Labor, Forschung und industrieller Qualitätssicherung. Unser Sortiment umfasst normgerechte Messtechnik mit hohen Auflösungen, integrierten Justierautomatiken und GLP/GMP-konformen Schnittstellen für akkreditierte Prüflabore.
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Waagentypen und Auflösungsbereiche
Die Wahl des passenden Wägesystems richtet sich nach dem geforderten Höchstlastbereich, der Ablesbarkeit (Teilung) und den Umgebungsbedingungen am Aufstellort:
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Analysen- & Mikrowaagen: Bieten höchste Präzision mit Ablesbarkeiten von 0,1 mg bis 0,0001 mg (0,1 µg). Sie verfügen standardmäßig über geschlossene Windschutzgläser, um Messabweichungen durch Luftströmungen und Konvektion zu verhindern.
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Präzisionswaagen: Decken einen breiten Wägebereich von wenigen Grammen bis zu mehreren Kilogramm ab (Ablesbarkeit typischerweise 0,001 g bis 0,1 g). Sie eignen sich ideal für die Probenvorbereitung, Rezeptierung und Stückzählung.
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Feuchtebestimmer (Thermogravimetrie): Kombinieren eine Präzisionswaage mit einer integrierten Halogen- oder Infrarot-Heizeinheit. Sie ermitteln den Feuchtegehalt von organischen und anorganischen Proben durch kontinuierliches Wiegen während des Trocknungsprozesses.
Kalibrierung, Eichung und Qualitätsstandards
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Interne Justierung (IsoCAL / CAL): Temperatur- und zeitgesteuerte interne Justiergewichte kompensieren Luftdruck- sowie Temperaturschwankungen automatisch und sichern konstante Messergebnisse ohne manuellen Eingriff.
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Eichklassen nach OIML: Für den geschäftlichen Verkehr, die pharmazeutische Rezeptur oder die amtliche Überwachung sind geeichte Waagen der Klassen I (Analysenwaagen) oder II (Präzisionswaagen) gesetzlich vorgeschrieben.
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GLP/GMP-Konformität: Über Datenschnittstellen (RS232, USB, Ethernet) werden Wägedaten inklusive Datum, Uhrzeit, Seriennummer und Waagen-ID unverfälschbar an Drucker oder LIMS-Systeme übertragen.
Konstruktiver Aufbau und Hygiene
Die Wägeplatten bestehen aus säurebeständigem Edelstahl (z. B. 1.4301 / AISI 304) und ermöglichen eine schnelle, rückstandsfreie Reinigung. Robuste Aluminiumguss- oder Edelstahlgehäuse mit IP65-/IP68-Schutzarten schützen die empfindliche Wägezelle zuverlässig vor Stäuben, Spritzwasser und aggressiven Chemikalien.
FAQ: Fragen & Antworten zur Wiegetechnik
1. Was unterscheidet eine Analysenwaage von einer Präzisionswaage?
Analysenwaagen bieten eine sehr hohe Ablesbarkeit von 0,1 mg oder feiner und benötigen aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Luftströmungen zwingend einen Windschutz. Präzisionswaagen decken höhere Höchstlasten bei einer Ablesbarkeit von meist 1 mg bis 0,1 g ab.
2. Wie funktioniert die interne Justierautomatik bei Laborwaagen?
Bei Temperaturveränderungen oder nach definierten Zeitintervallen senkt die Waage automatisch ein internes Präzisionsgewicht auf die Messzelle ab. Dadurch wird das System ohne externes Kalibriergewicht vollautomatisch nachjustiert.
3. Wann muss eine Laborwaage geeicht (OIML) sein?
Eine Eichung ist gesetzlich erforderlich, wenn die Waage im handelsfähigen Verkehr (z. B. Verkauf nach Gewicht), bei der Herstellung von Arzneimitteln in Apotheken/Pharma oder bei der amtlichen Analyse eingesetzt wird.
4. Welches Funktionsprinzip nutzt ein Halogen-Feuchtebestimmer?
Das Gerät bestimmt den Feuchtegehalt thermogravimetrisch: Die Probe wird gewogen, zeitgleich durch einen Halogenstrahler erwärmt und getrocknet. Der Gewichtsverlust entspricht exakt der verdampften Feuchtigkeitsmenge.
5. Welches Zubehör für Wiegetechnik finden Sie in unserem Shop?
In unserem Shop finden Sie passendes Zubehör wie zertifizierte Prüfgewichte (OIML-Klassen E2, F1, M1), Antivibrationstische, Wägeschalen aus Edelstahl und Aluminium, Dichtebestimmungs-Sets sowie GLP-Laborprinter.