Mikroliterpipetten, Mehrkanalpipetten, Dispenser und automatische Pipettierhilfen für die präzise Volumendosierung flüssiger Medien in Labor, Biotechnologie und Diagnostik. Unser Sortiment umfasst ergonomische Manuell- und Elektroniksysteme sowie passgenaues Einweg-Verbrauchsmaterial für fehlerfreie und reproduzierbare Dosierprozesse nach DIN EN ISO 8655.

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Kategorien und Geräteklassen der Pipettiertechnik

Die Wahl des passenden Liquid-Handling-Systems richtet sich nach dem Probenvolumen, den physikalischen Eigenschaften der Flüssigkeit und dem gewünschten Durchsatz:

  • Mikroliterpipetten (Einkanal & Mehrkanal): Ermöglichen die hochpräzise Aufnahme und Abgabe flüssiger Proben im Sub-Mikroliter- bis Milliliterbereich. Mehrkanalvarianten (8- oder 12-Kanal) optimieren High-Throughput-Anwendungen in 96- oder 384-Well-Mikrotiterplatten.

  • Pipettierhilfen & Akku-Pipettoren: Für das sichere Pipettieren großer Volumina mit Mess- und Vollpipetten aus Glas oder Kunststoff. Sie bieten stufenlose Geschwindigkeitsregulierung und feinfühlige Ventilsteuerungen für den Dauereinsatz.

  • Direktverdränger & Dispenser: Werden bei hochviskosen, flüchtigen, schäumenden oder radioaktiven Medien eingesetzt. Das Medium kommt nicht mit einem Luftpolster in Berührung, was Übertragungsfehler und Aerosolbildung verhindert.

  • Automatisierte Liquid-Handling-Systeme: Robotergestützte Systeme zur Standardisierung komplexer Pipettierprotokolle in der Genomik, Proteomik und Wirkstoffforschung.

Qualitätsanforderungen und Sterilität im Labor

  • Ergonomie & Bedienkomfort: Geringe Bedienkräfte und ergonomische Fingerbügel reduzieren die physikalische Belastung der Handmuskulatur bei langen Pipettierserien.

  • Autoklavierbarkeit & Chemikalienbeständigkeit: Voll- oder teilautoklavierbare Komponenten (bei 121 °C) sowie chemisch resistente Dichtungen garantieren eine einfache Dekontamination und Langlebigkeit bei aggressiven Reagenzien.

  • Pipettenspitzen & Zertifikate: Frei von DNase, RNase, Pyrogenen und humaner DNA für sensitive PCR- und Zellkultur-Anwendungen. Filtermikropipettenspitzen verhindern effektiv die Kontamination des Pipettenschafts durch Aerosole.

FAQ: Fragen & Antworten zu Liquid Handling

1. Was unterscheidet das Luftpolsterprinzip vom Direktverdrängerprinzip?

Luftpolsterpipetten nutzen ein Luftkissen zwischen Kolben und Probe und eignen sich ideal für wässrige Lösungen. Direktverdränger nutzen Kolbenspitzen, die direkt mit der Flüssigkeit in Kontakt stehen, was Dosierfehler bei viskosen, flüchtigen oder dichten Medien ausschließt.

2. Was bedeutet die Norm DIN EN ISO 8655 für Liquid-Handling-Geräte?

Die DIN EN ISO 8655 legt die maximal zulässigen Fehlergrenzen (Richtig- und Präzision) sowie die Testverfahren für kolbenbetriebene Volumenmessgeräte wie Pipetten, Büretten und Dispenser fest.

3. Wann sollten Filterspitzen (Sicherheitsfilter) verwendet werden?

Filterspitzen verhindern, dass Aerosole oder Dämpfe beim Pipettieren in den Pipettenschaft aufsteigen. Sie sind unerlässlich bei molekularbiologischen Arbeiten (z. B. PCR), infektiösem Material und radioaktiven Substanzen.

4. Können Mikroliterpipetten im Labor selbst kalibriert werden?

Ja, die gravimetrische Prüfung nach ISO 8655 kann mit einer kalibrierten Analysenwaage, verdunstungsgeschütztem Wägegefäß und entgastem, destilliertem Wasser durchgeführt werden. Viele Pipetten verfügen über integrierte Justiermechanismen für Schnellkalibrierungen.

5. Welches Zubehör für Liquid Handling finden Sie in unserem Shop?

In unserem Shop finden Sie passendes Zubehör wie sterile und unsterile Pipettenspitzen, Filtermikropipettenspitzen, Pipettenständer (Karussell- oder Tischhalter), Reagenzienreservoirs, Pipettierbälle sowie Kalibrier- und Reinigungssets.