Einzelgewichte und Gewichtssätze nach OIML-R111 zur regelmäßigen Überprüfung, Rekalibrierung und Justierung von Laborwaagen, Industrie- und Analysenwaagen. In unserem Shop finden Sie hochpräzise Prüfgewichte der OIML-Klassen E1, E2, F1, F2 und M1 aus antimagnetischem Edelstahl oder Messing – optional mit nachweisbarem DAkkS-Kalibrierschein für qualitätsrelevante Prüfmittelüberwachungen nach ISO 9001, GLP und GMP.

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Prüf- & Kalibriergewichte: OIML-Fehlergrenzenklassen und Einsatzbereiche

Die Wahl der richtigen Fehlergrenzenklasse richtet sich strikt nach der Auflösung und der Ablesbarkeit der zu prüfenden Waage:

  • Klasse E1 & E2: Höchste Genauigkeitsklassen für Mikrowaagen und hochauflösende Analysenwaagen (Ablesbarkeit kleiner oder gleich 0,1 mg). Dienen als Primär- und Bezugsnormale in Kalibrierlaboratorien sowie für Messungen in Reinräumen.

  • Klasse F1 & F2: Standard-Präzisionsgewichte für Analysenwaagen und hochauflösende Präzisionswaagen (Ablesbarkeit 1 mg bis 0,01 g) im täglichen Labor- und Produktionsbetrieb.

  • Klasse M1, M2 & M3: Handels- und Belastungsgewichte für Präzisions- und Kompaktwaagen (Ablesbarkeit ab 0,1 g) sowie für Kraftmessungen, Tisch- und Industriewaagen.

Werkstoffe, Konstruktion und Handhabung

  • Hochreiner Edelstahl: Hochglanzpoliert, antimagnetisch und korrosionsbeständig gegen Luftsauerstoff und aggressivere Umgebungsmedien. Unerlässlich für sterile Laborumgebungen und die pharmazeutische Industrie.

  • Justierkammern & Bauformen: Knopfgewichte, Zylindergewichte oder Draht- und Blättchengewichte für den Milligrammbereich. Gewichte der Klassen F1 bis M1 besitzen häufig verschlossene Justierkammern zur thermischen und mechanischen Nachjustage.

  • Sichere Prüfmittelverwaltung: Zur Vermeidung von Fett-, Schweiß- und Staubablagerungen dürfen Präzisionsgewichte niemals mit bloßen Händen berührt werden. Gepolsterte Holzetuis oder stoßfeste Kunststoffboxen schützen die empfindlichen Oberflächen vor mechanischer Beschädigung.

FAQ: Fragen & Antworten zu Prüf- & Kalibriergewichten

1. Was unterscheidet Prüfgewichte der Klassen E2, F1 und M1?

Sie unterscheiden sich durch ihre zulässigen OIML-Fehlergrenzen (Toleranzen). E2-Gewichte besitzen die geringste Toleranz und werden für Analysenwaagen genutzt. F1 dient für Präzisionswaagen, während M1-Gewichte für Industriewaagen oder als Schulungsgewichte eingesetzt werden.

2. Wann ist ein DAkkS-Kalibrierschein für Prüfgewichte erforderlich?

Ein DAkkS-Kalibrierschein ist notwendig, wenn die Waagenprüfung im Rahmen eines nach ISO 9001, IATF 16949, GLP oder GMP zertifizierten Qualitätsmanagementsystems erfolgt und die lückenlose Rückführbarkeit auf nationale Normale belegt werden muss.

3. Wie müssen Prüfgewichte im Labor korrekt gehandhabt werden?

Gewichte dürfen niemals mit bloßen Händen berührt werden, da Hautfett und Feuchtigkeit die Masse verändern. Verwenden Sie stets spezialbeschichtete Pinzetten, Baumwollhandschuhe oder spezielle Gewichtsheber.

4. In welchen Abständen sollten Kalibriergewichte rekalibriert werden?

Das Rekalibrierintervall hängt von der Nutzungshäufigkeit, dem Verschleiß und der geforderten Genauigkeit ab. Üblich sind Intervalle von 12 bis 24 Monaten im Rahmen der internen Prüfmittelüberwachung.

5. Welches Zubehör für Prüfgewichte finden Sie in unserem Shop?

In unserem Shop finden Sie passendes Zubehör wie gepolsterte Transportetuis aus Holz oder Kunststoff, spezialbeschichtete Laborpinzetten, Pinsel zur Entstaubung, Baumwollhandschuhe sowie komplette Gewichtssätze im Holz-Koffer.